Warum Biodynamie?

Im Dreh- und Angelpunkt der Biodynamie steht die Erhaltung und Pflege der Natur. Dies war der Grund für uns die biodynamische Anbauweise 1997 "in die Tat" umszusetzen.

 

Die Idee des biodynamischen Weinbaus (griechisch Bios für Leben und Dinamikòs für Bewegung) geht auf die Lehren des Antroposophen Rudolf Steiner (1861 – 1925) zurück, der 1924 den Grundstein für die gesamte biologisch-dynamische Landwirtschaft legte. Er betrachtete Mensch, Natur und Kosmos als Einheit. Als sichtbaren Beleg für den Einfluss des Kosmos auf die Welt zog Steiner unter anderem die Gezeiten heran, die durch die Anziehungskraft des Mondes entstehen. Dem zu Folge gibt es Phasen, in denen Pflanzen hochsteigendes Wasser und Dünger gut annehmen oder einen (Rück-)Schnitt besser vertragen als in anderen.

 

In der Biodynamie ist der Einsatz von Giften (dies bedeutet völliger Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Herbizide, Fungizide, Insektizide und Mineraldünger) nicht nur verboten, sondern auch völlig abwegig: Wo Mensch und Natur als verbundene Einheit betrachtet werden, würde man sich mit dem Gift schließlich selbst treffen.



Das biologische Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen sorgt dafür, dass eine Schädlingsbekämpfung mit Giften erst gar nicht nötig ist und darüber hinaus werden auf diesem Wege ideale Voraussetzungen für starke, gesunde Reben geschaffen. Neben Hornmist/und Hornkiesel kommen in der Biodynamie auch Präparate und homöopathischen Tees zum Einsatz. Zur Behandlung von Pilzkrankheiten werden in der Biodynamie ausschließlich natürliche Mittel wie zum Beispiel Orangenöl eingesetzt.

 

Zusätzlich ist eine intensive Laubpflege Grundlage für ein gut durchlüftetes Klima im Weinberg, damit Pilze erst gar nicht entstehen. Überhaupt unterliegt die Pflege des Weinbergs in der Biodynamie den Phasen des Mondes.: So darf der Rebschnitt nur bei abnehmendem Mond passieren, während Unkraut nur bei zunehmendem Mond gehackt werden darf.

 

Die biodynamischen Anbauweise auf unsere Domaine de Saoubis war und ist die richtige Entscheidung um Produkte in Demeter und Ecocert Qualität produzieren zu können.

Hornmist und Hornkiesel

Zur Stärkung des Bodens kommt Hornmist und Hornkiesel zum Einsatz. Um diesen herzustellen, wird Kuhmist in Kuhhörner gepresst. Diese werden dann von Herbst bis Frühjahr in den Boden eingegraben.

 

An Ostern werden diese wieder ausgegraben und dem Horn-Inhalt reichlich Wasser zugefügt. Durch rhythmisches Rühren nach einer bestimmten Technik wird das Präparat eine Stunde lang dynamisiert und schließlich in relativ geringen Mengen auf den Boden aufgebracht.

 

Der Boden erhält hierdurch die Information, dass es jetzt wieder losgehen soll. Hornkiesel entsteht auf die gleiche Weise, nur dass in diesem Fall nicht Dung, sondern feiner Quarz in die Kuhhörner gepresst wird. All dies hat den Zweck das Wachstum zu fördern und den Boden auf Dauer lebendig und fruchtbar zu erhalten.

 

Stärkung der Reben

Auch die Gründüngung spielt in der Biodynamie eine große Rolle. Was andernorts als Unkraut (Kräuter wie Kamille, Löwenzahn, Baldrian und Schafgarbe) vernichtet wird, trägt im biodynamischen Weinberg dazu bei, Wachstum und Abwehrkräfte der Reben zu stärken.

 

Alle fühlen sich sehr wohl

Die Natur dankt es uns jeden Tag aufs Neue. In unseren Weinbergen grünt und blüht es! Eulen, Maulwürfe, Dachse, Rehe, Igel, Bienen, Hummeln, Hornissen… alle fühlen sich in unseren Weinbergen ausgesprochen wohl! Das macht uns alle sehr glücklich!